Gemeinde Waakirchen

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Fragen und Antworten

Gibt es, wenn das Ratsbegehren eine Mehrheit bekommt und die Planungen fortgeführt werden, noch Möglichkeiten sich nach dem Bürgerentscheid am Planungsprozess zu beteiligen?
Auf jeden Fall. Sollte das Ratsbegehren eine Mehrheit bekommen, wird das Bebauungsplanverfahre eingeleitet, bei dem die derzeitigen Planungen vertieft werden und die bisher eingebrachten Anregungen eingearbeitet werden. Dazu sind laut Gesetz mehrere Beteiligungsverfahren möglich bzw. vorgesehen. Damit ist selbst nach einem erfolgreichen Ratsbegehren noch ein weiter Weg mit vielen Beteiligungsmöglichkeiten zu gehen.
Warum soll das Projekt in Waakirchen entstehen und nicht in einem anderen Ortsteil?
Die neue Dorfmitte wird zwar im Ortsteil Waakirchen gebaut werden, ist jedoch als Projekt für alle Ortsteile konzipiert. Zumal es in Waakirchen bisher keine Dorfmitte gibt und die Flächen bereits im Besitz der Gemeinde sind. Vergleichbare Flächen in anderen Ortsteilen befinden sich nicht im Besitz der Gemeinde.
Braucht Waakirchen so viele neue Wohnungen?
Aufgrund des großen Zuzugs in die Region und der derzeitige Bevölkerungsstruktur in der Gemeinde brauchen gerade Senioren, junge Menschen und Familien bezahlbaren und passenden Wohnraum, den es bisher in Waakirchen nicht ausreichend gibt. Nachdem dies auch einer der drängendsten Wünsche der Bürgerbeteiligung war, hat sich der Gemeinderat entschieden, zu reagieren und mit den Planungen in diese Richtung begonnen.
Warum werden für die Planungen nur die Voitl-Flächen betrachtet?
Auf dem nun überplanten Teil der Voitl-Fläche können viele Aspekte für die weitere positive Entwicklung von Waakirchen umgesetzt werden, so sollen dort Wohnungen, öffentlich nutzbare Einrichtungen, ein öffentlich nutzbarer Platz als Ort der Begegnung, sowie zusätzliche Parkplätze, großteils flächensparend in einer nahezu eben zu befahrenden, hellen Tiefgarage unter dem Platz, realisiert werden. Darüber hinaus ist eine Einbindung der umliegenden Flächen und weiterer Grundstücke auch weiterhin möglich, so dass eine stückweise Weiterentwicklung nicht ausgeschlossen ist.
Warum gibt es keine zusätzlichen Varianten zur Gestaltung von Herrn Hagleitner?
Es wurden mehrere Entwurfsvarianten diskutiert, der vorliegende Entwurf ist das Ergebnis eines langen Planungsprozesses, angefangen mit mehreren Machbarkeitsstudien, weitergeführt mit ausgeschriebenen Vorentwürfen in Varianten, die in einem langen und intensivem Dialog mit dem Gemeinderat entwickelt und letztlich beschlossen wurden. Diese Vorplanungen waren dann die Grundlage für die Abstimmung mit der Regierung, dass das Projekt überhaupt finanzierbar ist und für die Entscheidung und den Beschluss des Gemeinderates, dass das Vorhaben in dieser Form umgesetzt werden soll. Somit war erst dann die Grundlage für die Europaweite Ausschreibung der Architektenleistungen geschaffen. Die Gemeinde hat in einem europaweiten Vergabeverfahren die Planungen ausgeschrieben. Innerhalb eines zweistelligen Bewerberkreises hat sich das Architekturbüro Hagleitner dann durchgesetzt.
Warum baut die Gemeinde die Wohnungen im Ortskern und nicht auf den Flächen im Randbereich der verschiedenen Ortsteile? Wurde geprüft, ob Sozialwohnungen an einen anderen Standort entstehen können?
Anstatt immer mehr Fläche zu verbrauchen, das Ortsbild damit zu verändern und neben den neuen Gebäuden womöglich auch Straßen und Wege zusätzlich schaffen zu müssen, hat der Gemeinderat sich entschieden das Dorf zu stärken, indem neben den Wohnungen auch ein zentraler Platz und neue Stellflächen für Autos entstehen. Wenn außerhalb gebaut werden würde, wären Senioren, Familien und junge Leute, anstatt ein sichtbarer Teil des Ortsgeschehens zu sein, an den Rand gedrängt. Zudem wird durch die jetzigen Planungen der Bau des Dorfplatzes und der zusätzlichen unterirdischen Parkplätze erst ermöglicht, da die Finanzierung des Wohnraums über das Kommunale Wohnraumförderprogramm, die zusätzlichen Mittel bereitstellt.
Werden die vielen neuen Bewohner und ihre Autos nicht ein Verkehrschaos auslösen?
Neben der Bebauung des autofreien Platzes sieht die Planung auch eine Umgestaltung der Verkehrswege durch eine Verbindungsstraße zwischen Lindenschmitweg und Schaftlacher-Straße vor. Die vorhandenen Straßen reichen für diesen Zuwachs problemlos aus. Zumal es eine Tiefgarage für die Bewohner als auch die Öffentlichkeit geben wird, so dass die Belastung mit den Fahrzeugen nicht zu hoch sein wird.
Warum sollten die neuen Gewerflächen vermietet werden können, wenn inzwischen sogar der Schreibwarenladen zugemacht hat?
Durch die Schaffung von mehr Wohnungen entsteht mehr Kaufkraft im Ortskern. Zusammen mit den zusätzlichen Angeboten z.B. im gastronomischen Bereich wird damit die Ortsmitte insgesamt attraktiver und ein öffentlicher Platz erst möglich, was bei Nutzung des Erdgeschosses für Wohnen nicht möglich wäre. Neben einem möglichen Café und einer Eisdiele würden auch öffentlich nutzbare Flächen möglich. Die Seniorenwohnungen werden auch Betreuungsberufe, wie z.B. Physiotherapeuten anziehen. Damit profitiert auch der bestehende Einzelhandel und neues Gewerbe wird sich ansiedeln. Es ist davon auszugehen, dass nur noch ca. 30-40% der Erdgeschossflächen für Laden oder Büro- bzw. Praxisnutzung in attraktiver Lage übrig bleiben. Es gibt außerdem bereits zu diesem sehr frühen Stadium der Planung ein paar unverbindliche Interessensbekundungen.
Warum können wir nicht generell über die Bebauung sprechen, anstatt nur über die Gestaltung des Platzes und der Fassaden?
Das Ergebnis der Bürgerbefragung 2015 und die Diskussion im Gemeinderat haben klar ergeben, dass es zusätzlichen Wohnraum sowie eine echte Dorfmitte für Waakirchen braucht. Auf dieser Basis wurden die Planungen gestartet. Hier hat der Gemeinderat seine Zuständigkeit wahrgenommen und sich für eine Bebauung entschieden. Wenn dies nun wieder von neuem beginnen soll, ist fraglich, ob die Gemeinde weiterhin Fördergelder bekommt, ohne die eine Gestaltung der Dorfmitte aber nicht möglich ist. Zudem wird es immer jemanden geben, dem die generelle Bebauung nicht gefällt. Dennoch: am 7.7. können Sie alle jetzt ganz grundsätzlich über die Bebauung entscheiden.
Können wir uns das alles überhaupt leisten?
Von den 14 Mio. Euro, die, bei den derzeitigen Planungen, die Dorfmitte ungefähr kosten wird, werden fast 4 Mio. Euro durch Zuschüsse finanziert, so dass nur rund 10 Mio. Euro direkt von der Gemeinde bereitgestellt werden müssen. Da aber Mieten für Wohnungen und Geschäfte bezahlt werden, kann dieser Betrag über die Laufzeit von 30 Jahren hinweg von der Gemeinde auch aufgebracht werden. Der Haushalt der Gemeinde Waakirchen belief sich im Jahr 2018 auf über 18 Mio. Euro, d.h. der aus dem Haushalt notwendige jährlicher Zuschuss i.H.v. rund 150.000 € übersteigt nicht die Leistungsfähigkeit der Gemeinde. Der Rest wird aus den Einnahmen finanziert. Nach 30 Jahren erhält die Gemeinde dann Netto-Einnahmen und hat erhebliches Vermögen geschaffen.

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